Samstag, 28. Februar 2015

Erste Gehversuche mit Distress Ink

Achtung, viiiiel Text, aber ich wollte die ganze Geschichte erzählen. Ich bin heute wohl in Laberstimmung :o)

Als ich vor 6 Jahren mit dem Stempeln anfing (Wahnsinn oder? 6 Jahre schon!), habe ich mich zuerst mit den etwas preisgünstigeren Wegen beschäftigt, Motive zu kolorieren. Aquarellstifte und Polychromos / Prismacolors waren die ersten Wahlen. Mit den Stiften auf Wachsbasis kam ich einigermaßen zurecht, ich hätte allerdings damals den Rat nicht befolgen sollen, die Farben mit  Babyöl zu vermalen, denn das verhindert, daß man vernünftig layern kann, zumindest bei mir, und so blieben die Kolorationen immer viel flacher als mir lieb war.

Bei Aquarell hab ich total versagt. Es sah einfach furchtbar aus und wurde nicht besser. 

Ursprünglich wollte ich auf keinen Fall, wirklich auf gar keinen  Fall mit Copics kolorieren. Ich kannte Copics schon lange vor meiner Stempelzeit. Meine ersten  Copics hab ich mir 2003 gekauft und damals waren sie schon unfaßbar teuer. Außerdem wußte ich damals nicht viel über Copics, eine malende Freundin hatte davon geschwärmt und ich wollte sie testen. Ich testete sie aber auf normalem Papier... was das geworden ist, könnt ihr euch sicher denken *lach*.

Also blieb ich erstmal bei den Prismacolors, die waren nicht nur günstiger als die Polys von Faber, ich kam damit auch besser zurecht. Aber ich bin nunmal so ein kleiner Streber. Ich sehe tolle Kolorationen und will das auch können und ich wurde mit den Prismas nicht besser. Also kam der denkwürdige Tag, an dem ich mir zum ersten Mal eine Fuhre Copics bestellte. Sinnvoll ausgewählt nach Schattierungen, nicht wahllos gekauft wie beim ersten Mal *g* und sie schlugen ein. Ich hab meine allererste Koloration mit Copics noch immer. Ich hab nie eine Karte daraus gemacht, aber es war die Prinzessin-Tilda mit dem kleinen Froschkönig aus der Märchenedition und meine erste Copic-Koloration war besser als jede mit Prismacolors, die ich bis dahin gemacht habe. Wenn ich sie mir heute angucke, muß ich natürlich schmunzeln, aber es führte dennoch dazu, daß ich mir in den folgenden 18 Monaten glaub ich, eine vollständige Kollektion zulegte.

Mein Schatz meint übrigens, daß ich nahezu obsessiv werde, wenn ich mich auf etwas fokussiere. Wißt ihr, was er damit meinen könnte? LOL

Mit Copics war (und bin) ich also glücklich, aber ich wollte irgendwie trotzdem nie so ganz akzeptieren, daß ich mit Aquarell so rein gar nicht zurande komme. Also wechselte ich das Medium, ich versuchte Twinkling H2Os... üüüübel. Das Kolorieren klappte nicht, die Farben auf dem Papier gefielen mir dann auch generell nicht, alles viel zu schimmerig. Und das von einer bekennenden Elster, die Funkelbling liebt. Also hab ich die Dinger auch wieder verkauft und den blöden Wassertankpinsel gleich mit dazu. Aquarell sollte mir den Buckel runterrutschen XD

Aber ich habe scheinbar tatsächlich latent obsessive Tendenzen. Distress hatte ich noch nicht ausprobiert, aber ich habe die Stempelkissen in allen Farben. Warum eigentlich nicht mal Distress ausprobieren? Ich liebe Distress-Kolorationen. Wenn mich im Moment jemand fragt, wer für mich die schönsten Karten überhaupt macht, dann antworte ich spontan mit Simone. Ich liebe ihren Stil, aber ich liebe auch ganz besonders ihre Kolorationen. Es ist einfach nochmal ganz anders als mit Copics. Weicher und kuscheliger.

Dani meinte dann auch noch, daß ich vielleicht auch das falsche Papier benutzt habe und hat mir eine kleine Auswahl ihrer Lieblingspapiere geschickt und wie sagte Barney immer so schön? Herausforderung angenommen XD

Aber erstmal die Vorbereitung. Und wie macht man das heute? Man sucht nach Tutorials auf Youtube ROFL. Gesagt, getan und da sind einige, die ihren Weg zu kolorieren zeigen und dabei zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Eine junge Dame stach da noch einmal für mich raus und nachdem ich mehrere Stunden auf ihrem Blog und ihrem Youtube Chanel zugebracht habe, habe ich mich bei meinem ersten Kolorationsversuch mit Distress Inks an ihr orientiert, bzw. es versucht.

Am Donnerstag war es so weit und nachdem ich das Ergebnis gar nicht mal so grauselig fand, hab ich sogar eine Karte daraus gemacht. Und das ist sie:

Ich muß noch üben und noch etwas mehr Gefühl für die Farben kriegen (und ein Farbchart machen *g*), aber ich persönlich finde es gar nicht schlecht und das bedeutet, ich werde weiter üben. 

Meine ersten Purple Onion Motive (auch das ist deine Schuld, liebe Simone ;o) ) waren übrigens auch der Anstoß, warum ich den Stein jetzt ins Rollen gebracht habe. Ich hab die Stempel in der Hand gehabt und war sofort der Meinung, die riesen Köpfe und Copics, das wird kein Spaß.

Uuuund, diese Karte hat noch etwas anderes geschafft *lach*. Man darf es ja bald nicht meinen. Als ich vor etwa drei Jahren hierher zog, erzählte mir Dani, daß es hier im Ort einen Stempelbedarf-Shop gibt. Flamingo Art. Ich wollte jetzt geschlagene 3 Jahre dort bestellen. Ist doch super praktisch, wenn man bestellt und kann den Kram dann einfach mal schnell abholen, weil man gerade mal etwas über 1km von dem Shop weg wohnt. Gemacht hab ich es nie. Als ich dem Frosch mit Glossy Accents glänzende Augen verpassen wollte, stellte ich fest, daß mein Glossy Accents eingetrocknet war. Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich es über 3 Jahre nicht in den Fingern hatte und es auch noch nicht richtig fest zugedreht war.
Also hab ich Donnerstag dort endlich ein paar Kleinigkeiten bestellt und sie gestern schnell abgeholt. Die Shopinhaberin und ihr Mann sind wirklich total lieb und haben nicht nur einen super süßen Hund, sondern auch noch gleich 4 Katzen. Ich war im Paradies.
Das nächste Mal soll ich mehr Zeit mitbringen für einen Plausch beim Kaffee. Werde ich tun :o)

Ähm ja, das war die Anekdote zum Wochenende. Ich weiß, das war sehr langatmig. Sorry! Vielleicht wollt ihr mir ja trotzdem noch sagen, was ihr vom ersten Versuch haltet und was ich besser machen muß (der Hintergrund z.B. hätte noch einen 3. Ton gebraucht, die 2 sind sich zu ähnlich).

Habt ein kreatives Wochenende!

Kommentare:

  1. Liebe Kuya manchmal braucht es eben seine Zeit...
    ich liebe es auf Aquarelpapier mit distress zu colorieren und habe dafür fast meine Mondulez vergessen *gg
    was ich besonders mag sind die reinkers, damit kannst du je nach Farbmenge auch tolle Abstufungen erzielen (ohne mehrere Töne zu nutzen)
    Ich mag deinen Froschi und finde ihn sehr gelungen !!!

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  2. Na...ist doch klasse geworden!
    Ich brauche auch immer mehrere Versuche, bis mir dann ein coloriertes Motiv gefällt.

    Also..immer dran bleiben!
    Dani

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  3. Ich musste bei deiner Geschichte jetzt so schmunzeln ... und hab mich bei vielen Dingen wiedererkannt.

    Nur leider nicht darin, dass meine Colorationen mit Copics oder Distress nach was aussehen würden .... neee, ich klebe leider immer noch an den Polys und Prismas.
    Aber der Weg ist ja noch nicht zu Ende ...

    LG silvia

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